Was den frühen Vorsorgestart attraktiv macht

Was den frühen Vorsorgestart attraktiv macht

Wenn Menschen jung sind, liegt das Alter gedanklich in weiter Ferne. In dieser Zeit des „Durchstartens“ bleibt die Planung der Altersvorsorge leicht auf der Strecke. Dabei ergibt ein früher Einstieg Sinn: Er senkt den Kapitaleinsatz und schafft Optionen.

Jede Generation hat ihre eigenen Herausforderungen. Bei den um die Jahrtausendwende herum Geborenen, der „Generation Z“, ist es zweifellos die Altersvorsorge. Zwar haben sie beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, weil sie die geburtenstarken Jahrgänge der „Babyboomer“ beerben, die langsam in Rente gehen. Andererseits bewegt sich die Geburtenrate weiter auf niedrigem Niveau, was bedeutet: Immer mehr Junge müssen die staatlichen Rentenbeiträge der Älteren finanzieren – die dazu auch noch immer älter werden und damit immer länger Rente beziehen. Das funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt. Aus diesem Grund ist eine private Vorsorge für junge Menschen so wichtig.

Im Jahr 2021 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Deutschland bei 20,5 Jahren. Das sind rund vier Jahre mehr als zwanzig Jahre zuvor. Im Vergleich zu 1960 stieg die Dauer des Rentenbezugs sogar um mehr als 10 Jahre.
Quelle: Statista

3 gute Argumente für einen frühen Start in die private Vorsorge

Frühes Sparen ermöglicht kleine Beiträge

Je früher der Einstieg, desto mehr Zeit bleibt für den Kapitalaufbau – und das persönliche Vermögensziel lässt sich mit geringerem finanziellen Aufwand erreichen. Möglich macht dies der Zinseszinseffekt. Wer 2023 mit dem Sparen beginnt und in 40 Jahren ein Kapital von 100.000 Euro anstrebt, muss bei einem angenommenen Zinssatz von 4,5 Prozent 76 Euro monatlich einzahlen. Beginnt die Sparerin oder der Sparer ein Jahr später und möchte ebenfalls im Jahr 2063 über 100.000 Euro verfügen, erhöht sich die monatliche Rate. Gleichzeitig entfallen Zinserträge. Das führt über die gesamte Laufzeit betrachtet zu einem Mehraufwand von 960 Euro. Es kommt also auf jedes Jahr an.

Frühes Sparen bedeutet Flexibilität

Wer frühzeitig mit der privaten Altersvorsorge beginnt, ist in seiner Lebensplanung flexibler. Ein Sabbatical oder ein früherer Ausstieg aus dem Berufsleben sind keine Träume, sondern greifbare Optionen.

Frühes Sparen wirkt als Inflationsbremse

Bei einer Inflation von 2 Prozent jährlich verringert sich die Kaufkraft merklich: 100.000 Euro hätten unter diesen Voraussetzungen im Jahr 2063 eine Kaufkraft von 45.000 Euro – das ist ein Minus von 55 Prozent. Ein früher Start in die private Altersvorsorge und die Nutzung staatlicher Förderungen sowie Arbeitgeberzuschüsse wirken der Inflation entgegen.

Mit der richtigen Strategie zum Ziel

„Die“ private Altersvorsorge gibt es nicht – aber ein breites Angebot verschiedener Konzepte, aus denen sich eine individuelle, auf die persönliche Lebensplanung
und -situation abgestimmte Strategie entwickeln lässt.

Private Rentenversicherung

Private Rentenversicherungen garantieren eine lebenslange Rente. Sie arbeiten mit flexiblen Einzahlungsmodellen, die z.B. in Elternzeit oder bei Arbeitslosigkeit greifen und versorgen Angehörige mit Todesfallleistungen. Zudem bieten sie finanziellen Schutz bei Invalidität oder Erwerbsunfähigkeit.

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung ist die Kombination aus Risikolebensversicherung, die im Todesfall zahlt und langfristiger Sparanlage, die zum Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Kapitallebensversicherungen können in bestimmten Fällen beliehen und als Sicherheit für ein Darlehen verwendet werden.

Basisrente „Rürup“

Die Basisrente ist eine staatliche geförderte Rente, bei der sich die Beiträge seit 2023 vollständig steuerlich absetzen lassen. Eine Mindestrente muss der Versicherer nicht garantieren. Deshalb kommt auch eine fondsgebundene Rentenversicherung als Rürup-Rente infrage. Eine ergänzende Absicherung gegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit oder von Hinterbliebenen ist möglich.

Betriebliche Altersversorgung

Betriebliche Altersversorgung ist ein Sammelbegriff für alle Sparformen, die ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern zur Altersversorgung bietet. Die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge macht diese Form der Altersvorsorge sehr interessant.

Riesterrente

Die Riesterrente wird durch staatliche Zulagen und Steuervorteile gefördert. Es gibt verschiedene staatliche Förderungsformen: Grundzulage, Kinderzulage und Berufseinsteiger-Bonus. Die Zulagen werden nicht ausgezahlt, sondern direkt auf das Vertragskonto überwiesen.

Investment-Sparplan

Beim Investment-Sparen fließt der monatliche Betrag nicht auf ein Sparkonto, sondern wird in Wertpapiere und Fonds investiert. Welche das sein sollen, können Anlegerinnen und Anleger selbst bestimmen. Langfristig angelegt, bieten auch kleine monatliche Beiträge die Chance zum Vermögensaufbau.

Risiko Berufsunfähigkeit – was passiert mit der Altersvorsorge?

Das Leben hält sich nicht an Vorgaben. Berufsunfähigkeit kann junge Menschen genauso treffen wie ältere. Der gesetzliche Schutz bietet nur eine Art Grundsicherung mit sechswöchiger Lohnfortzahlung und dem sich daran anschließenden 90-tägigen Krankengeld, das allerdings nur 90 Prozent des Nettoverdienstes ausmacht.
Wenn danach die Berufsunfähigkeit bestätigt wird, erhalten die Betroffenen eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Um diese Rente zu beziehen, müssen mindestens fünf Beitragsjahre bei der Deutschen Rentenversicherung nachweisbar sein. Junge Menschen, die beruflich gerade ihre Möglichkeiten ausloten, haben deshalb oft keine Ansprüche.
Aus diesem Grund empfiehlt es sich gerade für Berufseinsteiger, eine potenzielle Berufsunfähigkeit bei der Planung der Altersvorsorge mitzudenken und eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Der Clou: Im Fall einer Berufsunfähigkeit werden die vereinbarten Sparbeiträge nicht nur weitergezahlt, sondern sogar jedes Jahr erhöht – und zwar bis zum Renteneintritt.

Die durchschnittliche gesetzliche Bruttorente nach 45 Beitragsjahren bei der Deutschen Rentenversicherung betrug am Stichtag 31. Dezember 2022 1.534 Euro für Männer und 1.173 Euro für Frauen.
Quelle: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2023/230710-vorauszug-rentenatlas.html

Früh vorsorgen – nach Ihrem individuellen Plan

Ihre Lebensplanung kennen nur Sie. Damit Sie in jeder Lebenssituation entspannt mit den finanziellen Aspekten des Älterwerdens umgehen können, braucht es erfahrene Finanzdienstleister. Und genau das ist Plansecur. Gemeinsam mit Ihnen stellen wir die Weichen für ein erfülltes Leben im Hier und Jetzt – und mit vielen Optionen für die Zeit nach dem Berufsleben. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.

Früh vorsorgen – nach Ihrem individuellen Plan

Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.

Zur Beratungssuche