Das von Vermögensverwaltungen betreute Anlagevermögen wird in Deutschland 2025 voraussichtlich eine Höhe von etwa 8.138 Mrd. Mrd. Euro erreichen und wächst damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent.
Quelle: https://de.statista.com/outlook/fmo/vermoegensverwaltung/deutschland
Was versteht man unter Vermögensverwaltung?
Was sind die Aufgaben eines Vermögensverwalters?
Eine Vermögensverwaltung ist eine professionelle Dienstleistung, bei der das Vermögen eines Kunden in dessen Auftrag verwaltet wird. Dabei übernimmt der Verwalter die Verantwortung für die Anlageentscheidungen und verwaltet das angelegte Kapital gemäß einer zuvor vertraglich festgelegten Anlagestrategie, die auf die individuellen Bedürfnisse, die Risikobereitschaft und den Anlagehorizont des Kunden abgestimmt ist. Für die Erbringung der Vermögensverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland bedarf es einer entsprechenden Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Ein Vermögensverwalter kümmert sich darum, Ihr Kapital gezielt und professionell im Rahmen einer zuvor mit seinen Kunden festgelegten und vertraglich vereinbarten Anlagestrategie anzulegen, die zu deren Zielen und Risikoprofil passt. Er übernimmt die laufende Überwachung und Anpassung des Portfolios und reagiert auf Marktveränderungen. Mit Erfahrung, Marktkenntnis und einem strukturierten Ansatz managt der Vermögensverwalter das Vermögen seiner Kunden zuverlässig – damit diese sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Bei einer sogenannten fondsbasierten Vermögensverwaltung wird das Vermögen des Anlegers in Investmentfonds angelegt, die häufig unterschiedliche Risikoausprägungen haben und in verschiedene Anlageklassen investieren, um eine gewisse Diversifikation zu erreichen.
Was sind die Vorteile einer Vermögensverwaltung?
Die Mandatsvergabe spart Zeit und Aufwand für alle Beteiligten, da die Vereinbarung von Terminen und der administrative Aufwand – das Ausfüllen von Formularen – wegfallen. Und: Auch bei einem Anlagehorizont von fünf Jahren oder länger ist das angelegte Kapital täglich kündbar.
Deutschland zählt weltweit zu den TOP 3 Ländern in Sachen Vermögensverwaltung. Nur in den USA und in Großbritannien wird mehr Kapital durch Finanzportfolioverwalter investiert.
Quelle: https://de.statista.com/outlook/fmo/vermoegensverwaltung/deutschland#verwaltetes-vermoegen
Sicherheit und Transparenz bei der Vermögensverwaltung
Sich aus der Entscheidungshoheit zurückzuziehen und ein Mandat zu erteilen, ist eine Entscheidung, die nicht jedem Kunden leichtfällt. Umso wichtiger ist es, die Themen Sicherheit und Transparenz zu beleuchten.
Sicherheit
Transparenz
Finanzportfolioverwalter / Vermögensverwalter benötigen eine Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegen Ihrer Aufsicht. Im Fall einer Insolvenz des Vermögensverwalters haftet der Kunde nicht mit seinem eigenen Vermögen. Der Grund: Das verwaltete Vermögen verbleibt jederzeit im Eigentum der Kundschaft und wird in der Regel bei einer Depotbank verwahrt – der Vermögensverwalter erhält keinen Besitz oder Eigentum an den Vermögenswerten, sondern lediglich die Verfügungsbefugnis im Rahmen der vertraglichen Vereinbarung.
Information und Kommunikation schaffen Vertrauen. Deshalb sollte eine laufende Korrespondenz zum Portfolio seitens des Vermögensverwalters selbstverständlich sein. Das gilt auch für die Darstellung von Kosten, die z.B. bei der Umschichtung des Investments anfallen können und für die Rückerstattung etwaiger in den Fonds enthaltenen Bestandsprovisionen.
So sind Vermögensverwalter gesetzlich verpflichtet, Ihre Kunden mindestens quartalsweise über die Entwicklung Ihres Vermögens zu informieren. Die Kunden erhalten daher vierteljährlich einen entsprechenden Bericht des Vermögensverwalters.
Die Anlagestrategie – das Briefing für die Vermögensverwaltung
Vermögensverwalter agieren strikt nach den Strategievorgaben ihrer Mandanten. Insofern ist es wichtig, sich im Vorfeld ausführlich mit dem Thema Anlagestrategie auseinanderzusetzen und sich mit den Chancen und Risiken zu befassen. Bei Plansecur sprechen wir von vier Strategien: ausgewogen, dynamisch, nachhaltig und ETF aktienbasiert.
Diese Strategie wendet sich an Kunden, die höhere Kursschwankungen in Kauf nehmen, um den Wert ihrer Anlagen zu steigern und die einen langfristigem Anlagehorizont von fünf Jahren und mehr haben. Wenn Sie diese Strategie präferieren, sollten Sie bereit sein, erhöhte Risiken aus Kursschwankungen und in bestimmten Marktphasen auch größere Verluste in Kauf zu nehmen.
Diese Strategie richtet sich an Anleger, deren Fokus auf einem langfristigen Kapitalgewinn liegt, von hoher Erwartungshaltung bestimmt wird und die einen langfristigem Anlagehorizont von fünf Jahren und mehr haben. Kunden, die sich für diese Strategie entscheiden, streben eine Wertsteigerung an, die deutlich über der Verzinsung von als risikoarm eingestuften Wertpapieren liegt. Die überdurchschnittliche Rendite soll in erster Linie durch das Ergreifen von Chancen an den Aktienmärkten entstehen. Wenn Sie sich für dieses Strategie entscheiden, sollten Sie bereit sein, große Risiken aus Kursschwankungen und in bestimmten Markphasen auch große Verluste in Kauf zu nehmen.
Diese Strategie richtet sich ebenfalls an Anleger, deren Fokus auf einem langfristigen Kapitalgewinn liegt und die einen langfristigem Anlagehorizont von fünf Jahren und mehr haben. Dabei ist der Vermögensverwalter bestrebt, bei seinen Anlageentscheidungen auch Investmentfonds zu berücksichtigen, die laut Angaben der Emittenten bestimmte Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Kriterien) berücksichtigen.
Auch diese Strategie wendet sich an Anleger, deren Fokus auf einem langfristigen Kapitalgewinn liegt und die einen langfristigem Anlagehorizont von fünf Jahren und mehr haben. Es handelt sich um eine weltweit anlegende Aktien-ETF-Strategie, wobei im Zuge der Anlageentscheidungen Nachhaltigkeitsrisiken nicht berücksichtigt werden.
Zwischen 2005 und 2023 stieg das Anlagevolumen nachhaltiger Investmentfonds und Mandate in Deutschland von 5 Mrd. Euro auf 262,3 Mrd. Euro.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38113/umfrage/anlagevolumen-nachhaltiger-investments-in-deutschland/
Maßgeblich für sämtliche Anlageentscheidungen sind die mit dem Kunden vertraglich vereinbarten Anlagerichtlinien. Jede Anlage birgt gewisse Risiken, zum Beispiel unterliegt der Wert einer Anlage Schwankungen. Bitte wenden Sie sich zwecks Aufklärungen an Ihren Berater.
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