Newsletter Ausgabe – Herbst 2023

Wie sich die erhöhten Grenzwerte bei der Sozialversicherung auswirken

Der Wechsel in die private Krankenversicherung wird schwerer

Die Bundesregierung hat kürzlich, wie in jedem Jahr, verschiedene Grenzwerte zur Sozialversicherung beschlossen. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung des Bundesrates, gelten die neuen Richtgrößen ab 1. Januar 2024. Zwei Anhebungen sind dabei mit Blick auf die Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger hervorzuheben:

  1. Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 69.300 Euro jährlich. Die Bundesregierung will auf diese Weise die Sozialversicherungsbeiträge an die allgemeine Lohnentwicklung anpassen. Für Gutverdiener, die über einen Wechsel in die private Krankenversicherung nachdenken, hat dies Konsequenzen: Während ein solcher Schritt in diesem Jahr noch ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.550 Euro möglich ist, öffnet sich dieser Weg ab 2024 erst ab einem Bruttoverdienst von 5.775 Euro. Kurzum, der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird weiter erschwert.

Durchschnittlicher Höchstbeitrag für gesetzlich Krankenversicherte steigt

  1. Auch die im gesamten Bundesgebiet einheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der GKV steigt gegenüber dem Vorjahr an. Der Grenzwert klettert um 2.250 auf 62.100 Euro jährlich. Das entspricht einer Erhöhung um 3,8 Prozent. Im Ergebnis führt dies dazu, dass der durchschnittliche Höchstbeitrag für gesetzlich Krankenversicherte steigt, sodass beispielsweise Kinderlose monatlich im Durchschnitt 1.066,05 Euro an GKV-Beiträgen entrichten müssen. Ein etwaiger Krankenkassen-Zusatzbeitrag ist hierbei berücksichtigt.

Übrigens: Rein rechnerisch müssen die Zusatzbeiträge der Krankenkassen ab 2024 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent erhöht werden. Dies hat der sogenannte GKV-Schätzerkreis ermittelt. Das Gremium setzt sich aus Fachleuten des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbandes zusammen. Ob und in welcher Höhe die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben, entscheiden sie in Eigenregie. Nach GKV-Angaben liegt der aktuell tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz im Durchschnitt bei 1,51 Prozent (der formal festgelegte Orientierungswert liegt bei 1,6 Prozent).

Angesichts dieser Entwicklungen kann es ratsam sein, sich die gesamten künftigen Belastungen durch die gesetzliche Krankenversicherung einmal genau anzuschauen. Möglicherweise empfiehlt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung. Bei Interesse und wenn die Voraussetzungen stimmen, kalkulieren wir diesen Schritt für Sie durch, um Ihnen die womöglich damit einhergehenden Vorteile aufzeigen zu können. Entscheidend ist stets der Einzelfall. Lassen Sie uns gern darüber ins Gespräch kommen.

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Anders als bei herkömmlichen Investmentdepots dürfen Vermögensverwalter im Rahmen der getroffenen Vereinbarung eigenständig Kapitalumschichtungen vornehmen, sofern sie dies für notwendig und zielführend erachten. Ausgabeaufschläge fallen dabei nicht an. Vorherige Termine und Absprachen mit den Kundinnen und Kunden sowie das Ausfüllen und Unterzeichnen von Unterlagen sind ebenso nicht erforderlich. Das spart Zeit und ermöglicht die zeitnahe Anpassung an sich verändernde Marktgegebenheiten. Alles dies setzt jedoch eines voraus: Vertrauen.

Kooperation mit Reuss Private und der FIL Fondsbank eröffnet zusätzlichen Weg zur Geldanlage

Seit vielen Jahren vertrauen uns Tausende von Kundinnen und Kunden ihr Geld an, das wir Beraterinnen und Berater zumeist in Form von Investmentdepots bedarfs- und zielgerecht anlegen. Seit Ende 2021 gehen wir einen Schritt weiter und bieten Ihnen mit unseren Kooperationspartnern Reuss Private und der FIL Fondsbank zusätzlich auch eine Fonds-Vermögensverwaltung an. Verschiedene Anlagestrategien stehen zur Auswahl, die durch ein Spezialistenteam von Plansecur zusammengesetzt und regelmäßig überprüft werden. Konkret kann in unterschiedliche Risikoklassen oder auch in ein reines Nachhaltigkeitsportfolio investiert werden.

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Anleihefonds sind wieder ein attraktiver Depotbaustein

Nach starkem Zinsanstieg bieten Festgeldkonten Option zum kurzfristigen Kapital „parken“

Werden die Zinsen steigen, unverändert bleiben oder gar sinken? Kaum etwas treibt Analysten und Börsenhändler derzeit mehr um. Richtungsweisend ist die Entwicklung der Inflationsrate. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt sie im September dieses Jahres bei 3,7 Prozent in den USA und bei 4,3 Prozent in Europa. Damit konnten die Notenbanken den kräftigen Preisauftrieb der jüngsten Zeit durch ihre starken Zinserhöhungen zwar deutlich zurückführen. Dennoch bleibt der Weg zum Inflationsziel von zwei Prozent lang. Die Europäische Zentralbank und die US-Fed wollen die Wirkung ihrer Maßnahmen nun abwarten. Zinssenkungen, so viel scheint aber klar, sind vorerst weder in Europa noch in den USA zu erwarten. 

Für Anlegerinnen und Anleger haben die erhöhten Zinsen einen erfreulichen Effekt: Mit Anleihefonds lassen sich wieder positive Performancebeiträge erzielen. Im Zuge der langjährigen Niedrigzinsphase war die Anlageklasse fast in die Bedeutungslosigkeit gerutscht. Dann kam die massive Zinswende, die dazu führte, dass die Kurse bereits herausgegebener Anleihen spiegelbildlich kräftig fielen und dies umso mehr, je länger sie von ihrem Rückzahlungstermin entfernt waren. Im Ergebnis erlebten so eigentlich defensive Anleihefonds den größten Crash seit über 50 Jahren. Doch inzwischen dürfte der größte Teil an Zinsanhebungen hinter uns liegen, sodass sich mittel- bis langfristig wieder risikoärmere Ertragsperspektiven eröffnen – sei es in Anleihefonds oder in den von uns favorisierten vermögensverwaltenden Fonds. 

Günstig bewertete Aktien eröffnen langfristig weiterhin reale Ertragschancen 

Diese positiven Veränderungen könnten dazu führen, dass Kapital vermehrt aus den Aktien- in die Anleihemärkte fließt. Zudem werden die Kursschwankungen an den Börsen hoch bleiben, da sich der Krieg in Israel jederzeit ausweiten könnte. Auch das Risiko einer wirtschaftlichen Rezession ist nicht vom Tisch. Denn der Nahost-Konflikt könnte die Ölpreise befeuern oder die Notenbanken durch zu starke Zinssteigerungen die Konjunktur abwürgen. Einen langfristigen Anlagehorizont vorausgesetzt, eröffnen günstig bewertete Aktien innerhalb eines breit diversifizierten Depots dennoch weiterhin Ertragschancen, die über der Inflationsrate liegen und so reale Wertzuwächse ermöglichen. 

Wer sein Kapital daher schrittweise investieren oder kurzfristig „zwischenparken“ will, kann den damit verbundenen Kaufkraftverlust mit einem Festgeldkonto zumindest ein bisschen begrenzen. Das ist eine weitere positive Folge der Zinswende, die Sie nutzen können. Plansecur bietet Ihnen hierfür ein hervorragendes Angebot, das sie gemeinsam mit einem ihrer Produktpartner erstellt hat.

Nach starkem Zinsanstieg bieten Festgeldkonten Option zum kurzfristigen Kapital „parken“

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