Das Thema Pflege selbstbestimmt angehen

Anführungszeichen-Icon Wünsche für das Alter: Finanzielle Unabhängigkeit, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit. Letztere ist leider nicht jedem dauerhaft vergönnt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat aktuell eine Prognose für 2035 aufgestellt. Nach dieser Berechnung werden vier Millionen Menschen in Deutschland auf Pflegeleistungen angewiesen sein – ein Drittel mehr als heute. Solche Zahlen rütteln wach und sind Grund genug, sich mit der eigenen Situation im Alter zu befassen.

Oder anders ausgedrückt: In rund 20 Jahren wird es durchschnittlich in jedem Familienverbund eine Pflegebedürftige oder einen Pflegebedürftigen geben. Daraus ergeben sich zwei Hauptfragen; und zwar zur Wohnsituation und zur Gestaltung der Pflege im Alter.

Wohnsituation im Alter planen
Wenn die eigenen vier Wände so lange wie möglich der Lebensmittelpunkt bleiben sollen, ist zu klären, ob das Haus oder die Wohnung erhalten und unterhalten werden können. Für das Leben im Alter in den eigenen vier Wänden ist es von besonderer Bedeutung, dass das Wohnumfeld auch bei abnehmender Mobilität geeignet und nutzbar aber auch lebenswert bleibt. Auch über Instandhaltungen, Modernisierungen und Umbauten ist rechtzeitig nachzudenken. Ist das Eigenheim bereits barrierefrei oder kann es so gestaltet werden? Wie sieht es aus, wenn ein Familienmitglied für eine höherliegende Etage einen Treppenlift benötigt oder generell auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Im Plansecur Beratungsalltag kommt es häufig vor, dass im Alter nur noch kleinere und altengerechte Wohneinheiten gebraucht werden und freigewordenes Kapital aus dem Verkauf der größeren Immobilie für andere Ziele verwandt werden kann.

Welche Versorgung passt im Pflegefall zu mir?
Die Klärung der Wohnsituation ist eng mit der Frage verbunden, wie man im Falle einer Pflegebedürftigkeit leben möchte. Wer möglichst lange zuhause selbstständig sein möchte und auf die Unterstützung von Angehörigen bauen kann oder einen Pflegedienst engagiert, braucht in seinen vier Wänden die entsprechenden Voraussetzungen – zum Beispiel die bereits angesprochene Barrierefreiheit. Wer sich im Alter in einem Seniorenheim am wohlsten fühlt, wird die eigene Immobilie – sofern er sie nicht vererben möchte – veräußern können und hat dieses Kapital für andere Zwecke frei. Genauso geht es denen, die ihren Lebensabend in Gemeinschaft verbringen wollen. Für sie kann eine Alten-WG oder ein Mehrgenerationenhaus die richtige Lösung sein – auch mit der Konsequenz, dass das Eigenheim oder die Wohnung in die nächste Generation übertragen oder verkauft werden kann.  

Fazit: Die Gesellschaft wird immer älter und die Wahrscheinlichkeit, einmal auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, ist ziemlich hoch. Nur wer gesund ist, kann handeln, und nur wer ausreichend vorgesorgt hat, kann entscheiden, wo, wie, von wem er oder sie gepflegt werden wird.

Wenn Sie diese Fragen für sich geklärt haben, hilft Plansecur weiter:

  • mit der geeigneten privaten Absicherung für den Pflegefall
  • mit einer Strukturierung der Vermögens- und Kapitalanlagen
  • mit der Hilfe beim Verkauf der Immobilie und gegebenenfalls dem Erwerb einer kleineren beziehungsweise altersgerechten    

Weitere Informationen finden Sie auch auf: pflegeberatung.de

EIGENE ANSPRÜCHE DURCHSETZEN

Die Planung für den Lebensabend ist abgeschlossen, mit den nächsten Angehörigen ist alles besprochen. Wer aber setzt meine Wünsche um, wenn ich zeitweise oder auf Dauer dazu nicht mehr in der Lage bin? Wie muss eine Vorsorgevollmacht, wie eine Patientenverfügung gestaltet sein, damit im Ernstfall Dritte im meinen Sinne entscheiden? Beide sollten vorzugsweise mit anwaltlicher Unterstützung erstellt werden. Die Beratungskosten dafür sind bei guten Rechtsschutzpolicen abgesichert. Und nicht nur für diesen Fall eignet sich eine solche Police: Die Beratungspraxis zeigt, dass der Bedarf nach rechtlichem Beistand im Alter nicht geringer wird.

Betriebliche Altersversorgung: Startschuss für 15 Prozent Zuschuss

Anführungszeichen-Icon Mit Beginn des Jahres 2019 wirkt erstmalig die Verpflichtung des Arbeitgebers, die durch Entgeltumwandlung finanzierte betriebliche Altersversorgung (bAV) der Arbeitnehmer mit mindestens 15 Prozent des Beitrages zu bezuschussen.

Diese Verpflichtung gilt jedoch nur in dem Umfang, wie der Arbeitgeber sich Beiträge zur Sozialversicherung aus der Entgeltumwandlung einspart. Sie gilt im Übrigen auch nur für mit Beginn 1. Januar 2019 erteilte neue Zusagen auf Versorgungsleistungen beziehungsweise auf neu abgeschlossene Direktversicherungen oder Pensionskassen.

Hoher Wirkungsgrad mit Arbeitgeberzuschuss
Das Beispiel in der Tabelle zeigt, wie sich die Effizienz bei einem Arbeitgeberzuschuss erhöht: Der 35-jährige Max Muster wandelt jeden Monat 100 € (Gehalt 3.000 €) für seine betriebliche Versorgung  um. Das macht pro Jahr 1.200 €, mithin 38.400 € zum 67. Lebensjahr. Aufgrund der staatlichen Förderung wird Max Muster jedoch nur mit der Hälfte belastet, da auf die Umwandlung keine Steuern und Sozialbeiträge erhoben werden, vereinfachend also mit rund 19.200 €. Zum Rentenbeginn mit 67 entscheidet sich Herr Muster gegen eine Rentenzahlung, sondern dafür, sich die Kapitalleistung von 51.570 € auszahlen zu lassen.  Darauf entfällt eine Steuer von durchschnittlich 25 Prozent, verbleiben 38.677 €. Ebenfalls sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner zu zahlen, jedoch begrenzt auf zehn Jahre, sind noch einmal 9.282 €. Zieht Max Muster diese Summe von der nach Steuer verbliebenen Gesamtleistung ab, steht zu seinen Gunsten ein Netto-Betrag von 29.395 €.  

Die bAV rechnet sich auf jeden Fall: Selbst ohne Zuschuss erhält Herr Muster einen Faktor von 1,53 auf seinen eigenen Aufwand, mit Arbeitgeberzuschuss sogar von 1,76 (jeweils Netto-Aufwand im Verhältnis zu Netto-Betrag). Es lohnt sich also, den Arbeitgeber auf den neuen Zuschuss anzusprechen.


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Mit sinnvoller Vermögensstrukturierung Erbschafts- und Schenkungssteuer sparen

Anführungszeichen-Icon 2017 nahm der Fiskus hierzulande mehr als sechs Milliarden Erbschaftssteuer ein. Welche Möglichkeiten bestehen eigentlich bei der Vermögensübertragung? Eine Möglichkeit können bestimmte geschlossene Immobilienfonds sein.

Zu Gunsten von Ehegatten, Kindern und Enkeln bestehen komfortable Freibeträge in Höhe von 500.000 bis 200.000 Euro und die zur Anwendung kommenden Steuersätze sind mit 7 bis 30 Prozent moderat. Für Geschwister und deren Kinder oder Lebensgefährten zum Beispiel schrumpfen die Freibeträge jedoch auf nur noch 20.000 Euro und die Steuersätze steigen auf 15 bis 50 Prozent. Man sollte sich also beizeiten Gedanken über die Strukturierung seines Vermögens machen, denn was der Fiskus via Besteuerung abschöpft, fehlt denen, denen man es eigentlich zugedacht hat.

Unterschiedliche Bewertungsansätze beachten
Nutzen kann man dabei die für die verschiedenen Vermögensarten geltenden Bewertungsverfahren und -ansätze. Geld wird beispielsweise zum Nominalbetrag angesetzt, börsengängige Wertpapiere mit dem Kurswert, Immobilien grundsätzlich mit dem Zeitwert. Dadurch kommen unter Umständen auch stille Reserven zur Besteuerung, ohne dass aus der Immobilie entsprechende liquide Mittel zur Verfügung stünden.

Es gibt aber hier Spezialregelungen, die auch Privatanleger nutzen können, indem sie sich an einem einschlägig konzipierten geschlossenen Immobilienfonds beteiligen. Die investierte Summe schlägt bei der erbschafts- und schenkungssteuerlichen Veranlagung zum Beispiel nur noch mit ca. ¼ zu Buche. Wichtig ist allerdings, dass auch die immobilienwirtschaftliche und konzeptionelle Qualität eines solchen Investments stimmen.

Was sind Ihre Fragen?

Ob vor Ort bei Ihrem Berater oder in unserer ServiceZentrale in Kassel: Wir kommen gern mit Ihnen darüber ins Gespräch, was Ihnen wertvoll ist und wie Sie Ihre Zukunft gestalten möchten.

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